Netzwerkfrühstücken wie Honigbienen
Am Donnerstag, dem 26. März 2026, fiel im WIFI Salzburg Penthouse der Startschuss für die diesjährige Reihe der UBIT-Netzwerkfrühstücke. Unter dem Titel „Was wir zum Thema Netzwerken und Kooperation von Bienen lernen können“ trafen sich UBIT-Mitglieder und Interessierte, um sich vom Bienenforscher Dr. Martin Stefanec, inspirieren zu lassen.
Faszinierendes aus der Welt der Bienen
Martin Stefanec, Verhaltensforscher am Institut für Biologie der Universität Graz war Gast-Vortragender und berichtete mit großer Begeisterung und wissenschaftlicher Tiefe von der Organisation von Honigbienen – einem der beeindruckendsten Beispiele für funktionierende Kooperation in der Natur.
Eine Bienenkolonie, bestehend aus zehntausenden Individuen, agiert völlig ohne zentrale Steuerung und meistert dennoch hochkomplexe Aufgaben: von der effizienten Logistik über die Temperaturregulierung im Stock bis hin zur Sicherstellung der Versorgung mit Nahrung. Der Schlüssel zum Erfolg liegt dabei nicht in einer „allwissenden“ Instanz, sondern in der lokalen Interaktion jeder einzelnen Biene.
Schwarmintelligenz und Kommunikation
Besonders eindrucksvoll erklärte Dr. Stefanec, wie Bienen durch Kommunikation zu gemeinsamen Entscheidungen gelangen. Vibrationssignale, der Schwänzeltanz oder der Zittertanz ermöglichen es, Informationen effizient weiterzugeben und kollektive Entscheidungen zu treffen. Diese Form der Schwarmintelligenz zeichnet sich durch hohe Anpassungsfähigkeit und Reaktionsschnelligkeit aus – Eigenschaften, die auch in Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Die zentrale Erkenntnis des Vortrages: Erfolgreiche Systeme basieren auf Zusammenarbeit, Vertrauen und dezentraler Entscheidungsfindung. Statt starrer Hierarchien stehen flexible Netzwerke im Vordergrund, in denen jedes Mitglied einen wertvollen Beitrag leistet.
Forschungsprojekte mit KI und Robotik
Bienenforscher Dr. Stefanec stellte auch die mit Forschungskollegen interdisziplinären Forschungsprojekte vor, in denen das Verhalten von Bienen mithilfe von künstlicher Intelligenz und Robotik erklärt wird (Link Robotik). Ziel ist es, kollektive Entscheidungsprozesse besser zu verstehen, um daraus technologische und gesellschaftliche Innovationen abzuleiten. Durch die Verbindung von Naturwissenschaft und moderner Technologie ergeben sich viele neue Perspektiven, besonders im Hinblick auf zukünftige Kooperationen in Wirtschaft und Organisationen. Dr. Martin Stefanec: „Aktuell arbeiten wir an den EU-geförderten Projekten zu Zukunftstechnologien HIVEOPOLIS und RoboRoyale. Das FET-Launchpad-Projekt ATEMPGRAD wurde kürzlich erfolgreich abgeschlossen.“
BEEfluencer werden
Wenn sie die Bienenforschung wie die von Martin Stefanec unterstützen möchten, werden sie jetzt BEEfluencer für den neuen Bienenforschungspark der Uni Graz und helfen sie ein Zuhause für mehr als eine Million Bienen zu schaffen! Jetzt unterstützen: https://www.bienenforschungspark.at/
Netzwerken mit Mehrwert
Im Anschluss an den Vortrag bot sich beim gemeinsamen Frühstück ausreichend Gelegenheit zum Austausch. Die entspannte Atmosphäre förderte inspirierende Gespräche, neue Kontakte und konkrete Ideen für zukünftige Kooperationen.
Die UBIT-Netzwerkfrühstücke haben sich damit erneut als wertvolle Plattform für Wissenstransfer und Vernetzung erwiesen. Organisiert von den ExpertsGroups „Kooperationen & Netzwerke“, „Innovation“, „Wirtschaftstraining & Coaching“ sowie „Corporate Social Responsibility“, setzen sie auch 2026 auf hochwertige Inhalte und praxisnahen Austausch.
Ausblick auf weitere Veranstaltungen
Diese erfolgreiche Auftaktveranstaltung macht Lust auf mehr: Weitere Netzwerkfrühstücke sind bereits geplant – das nächste findet am 1. Juni in Zell am See statt. Weitere Netzwerkfrühstücke sind im Herbst in St. Johann und danach im November nochmals in Salzburg geplant.