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Netzwerkfrühstück: Nachhaltige und soziale Unternehmensführung

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Netzwerken, neue Kontakte knüpfen und gemeinsam Frühstücken – das war das zweite Netzwerkfrühstück im Jahr 2024 der Fachgruppe UBIT der WKS. Teilnehmende Unternehmer trafen sich diesmal in St. Johann im Pongau, um über Nachhaltigkeit und den ethischen Umgang mit Mitarbeitenden zu sprechen und neue Ideen für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung zu diskutieren.

Gregor Wimmer von HERZBLUAT und Landeskoordinator der ARGE proEthik AUSTRIA für Salzburg und Oberösterreich hielt einen Impulsvortrag zu den ESG-Säulen (Environmental, Social, Governance) mit Schwerpunkt auf einen sozialen Aspekt. Wimmer betonte die Bedeutung nachhaltigen Handelns im sozialen Bereich für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und gab einen umfassenden Einblick in die drei Säulen von ESG (Environmental, Social, Governance), wobei das besondere Augenmerk auf das „S“ für Social gelegt wurde. Wimmer erläuterte, woher der Begriff „Nachhaltigkeit“ kommt, was ESG ist und welche Bedeutung es für Unternehmen hat. Er betonte, dass nachhaltiges Handeln im sozialen Bereich eine Schlüsselrolle für die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens spielt.

Armin Ziesemer, Organisationsentwickler und Geschäftsführer von Synop-Sys Organisationsentwicklung führte durch den zweiten Teil des Formats. Ziesemer zeigte aktuelle Trends für die Arbeitswelt auf, die für den Aufbau von Zukunftskompetenzen und für eine gelingende Beziehungsorientierung entscheidend sind. Er verdeutlichte, dass viele Bereiche innerhalb einer Organisation für eine nachhaltige Entwicklung wichtig sind und führte in das Thema „Inszenierung gelingender oder destruktiver Realitäten“ ein. Er erläuterte, wie durch gezielte Maßnahmen eine positive Unternehmenskultur gefördert werden kann und warum es wichtig ist, destruktive Verhaltensmuster möglichst aufzudecken und zu transformieren.

Im Anschluss wurde erstmals in einer „Black Edition“ im Workshop in Kleingruppen erarbeitet, welche Maßnahmen mit Sicherheit nicht zum Erfolg führen. Dieser innovative Ansatz diente dazu, extreme Negativbeispiele zu finden, die dann leicht in positive Beispiele umgewandelt werden konnten. Die Teilnehmenden stellten fest, dass es einfacher und schneller ist, negative Beispiele zu identifizieren, um dann produktive und effiziente Lösungen zu entwickeln.

Vielfältige Einsichten und reger Austausch

Die Ergebnisse des Workshops waren ebenso kreativ wie aufschlussreich: Auf Flipcharts dokumentierten die Gruppen, wie man Unternehmen durch falsche Maßnahmen „zerstören“ kann. Dazu gehörten neben alltäglich gut nachvollziehbaren Gedankenbeispielen auch auffälligere wie:

  • Kommunikation und Vertrauen zerstören: Missverständnisse bewusst kommunizieren und eine Kultur des Misstrauens schaffen.
  • Angst und Druck erzeugen: Mit Drohungen arbeiten und Gehälter kürzen, um den Fokus ausschließlich auf Geld zu lenken.
  • Teams spalten: Teams und Abteilungen gegeneinander ausspielen und unrealistische Ziele setzen, um die Mitarbeitenden ständig unter Druck zu setzen.
  • Mikromanagement und Kontrolle: Null-Fehler-Toleranz durchsetzen und den Mitarbeitern das Gefühl geben, nicht dazu zu gehören.
  • Privates Eigentum an die Unternehmen übergeben: Der Versuch, das Eigentum des Unternehmens an sich zu reißen und ständig Gerüchte zu verbreiten, um tägliche Konflikte zu schüren.

Ein weiteres Beispiel war der Einsatz von ständiger Kontrolle und Unfreiheit durch Maßnahmen wie „Air Tagging“, bei dem zuerst totale Kontrolle und dann pure Freiheit versprochen wird. Darüber hinaus wurden Siloverhalten und mangelnde Veränderungsbereitschaft als destruktive Elemente identifiziert, die sich negativ auf die Unternehmenskultur auswirken.

Vernetzung und Weiterentwicklung

Beim abschließenden Frühstück nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum Networking und Ideenaustausch. „Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und bot wertvolle Einblicke in nachhaltige Unternehmensführung. Weitere Netzwerkfrühstücke sind in Salzburg und Zell am See geplant, um den Austausch über nachhaltige und sozial verantwortliche Unternehmensführung fortzusetzen“, betont Martin Seibt, Bundessprecher der Experts Group „Kooperation und Netzwerke“. Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam mit der Experts Group „CSR und Nachhaltigkeit“.

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